Wasserhygiene: Marketing und Vertrieb gehen immer und grundsätzlich von reibungslosen Prozessen aus – was aber weiß jemand zu berichten, der beim komplexen Thema Wasserhygiene all die unterschiedlichen Praxen von innen sieht und mit den unterschiedlichsten Gegebenheiten vor Ort zurechtkommen muss?

Interview mit Andreas Bangert, Leiter Installation Blue Safety

pip: Haben Sie schon einmal eine Praxis unter Wasser gesetzt?

Andreas Bangert: Also, Schlauchboot und Gummistiefel gehören eigentlich nicht zu unserer Installationsausrüstung. Allerdings treffen wir bei unserer Arbeit manchmal auf fast schon antike Wassersysteme – und da geben wir durchaus mal wertvolle Hinweise, um genau dieses Szenario in der Zukunft zu verhindern. Als Fachinstallateure können wir einiges lösen, noch ehe es zum Problem wird.

pip: Was war bisher Ihre größte Herausforderung bei der Implementierung eines Safewater Systems für die Wasserhygiene?

Andreas Bangert: Wir müssen mit allen möglichen Gegebenheiten vor Ort klarkommen. Extra neue Leitungen zu legen, ist zum Beispiel nicht machbar und kostentechnisch nicht sinnvoll. Unser Vorteil ist, dass wir kein Standardangebot anbieten und dadurch mit allen technischen Situationen konstruktiv umgehen können: Ob wir uns dabei abenteuerlich in einer Dachschräge einklemmen oder eine Wand aufstemmen müssen – wenn wir die Praxis verlassen, ist alles wieder tipptopp. Das verstehen wir unter Dienst am Kunden.

pip: Wie lange steht meine Praxis oder sogar größere Klinik still während Ihrer Installation?

Andreas Bangert: Grundsätzlich können Sie davon ausgehen, dass unsere Installation bei laufendem Praxisbetrieb nach einem Tag fertig ist. Für die ganz kurze Zeit, in der wir die Wasserzufuhr absperren müssen, nutzen wir in der Regel die Mittagspause. Zur Sicherheit sind dafür 90 Minuten eingeplant, dank der Vorbereitung durch unser Team ist er aber oft schon nach 15 Minuten erledigt. Anschließend erstellen wir unser Hygienesystem (Wasserhygiene), in dem wir der Praxis vorgeben, wie lange die wasserführenden Systeme gespült werden müssen, und prüfen, ob vor allem seltener genutzte Leitungen auch voll durchlässig sind. Danach erfolgt nur noch die etwa einstündige Einweisung mit der oder dem QM-Beauftragten und evtl. der Zahnärztin oder dem Zahnarzt. Viele Praxen und vor allem auch größere Kliniken sind meistens überrascht, wie schnell das alles bei uns geht und dass der Betrieb ungestört weiterlaufen kann.

pip: Und danach bleibt die Praxis sich bis auf weiteres selber überlassen?

Andreas Bangert: Ich liefere unseren Kunden ein Hygienesystem (Wasserhygiene), also ein Full Service-Paket. Acht bis zehn Wochen nach der Installation erfolgt die erste Probenahme. Da ist Safewater schon eine Weile in Betrieb und erste Fragen werden in dieser Phase geklärt. Einmal jährlich erfolgen die Routine-Wartung und der Service, also auch der eventuelle Austausch von Teilen oder das Aufspielen neuer Software. Später findet die Probenahme regelmäßig einmal jährlich statt. Der große Unterschied bei unserem Service ist aber, dass wirklich alles inklusive ist – auch, wenn beispielsweise Störungen auftreten. Dann sind sogar die Anfahrtskosten, Ersatzteile und Arbeitszeiten für den Technikereinsatz in unserer Festpreisgarantie erhalten. Das gilt für alle Wasseruntersuchungen oder außerplanmäßige Ereignisse. Das Thema Wasserhygiene soll dank Blue Safety beim Behandler vollständig aus dem Kopf sein, damit er sich mit den wesentlichen Dingen, also seinen Patienten, beschäftigen kann. Viele Fragen entstehen erst im laufenden Betrieb. Dafür gibt es bei uns viele Kommunikationswege – von der exklusiven WhatsApp-Gruppe über die kostenfreie Service-Hotline bis hin zu meiner persönlichen Telefonnummer. Das Leben kann so einfach sein, wenn man miteinander redet – und das pflegen wir ungemein.

pip: Geben Zahnärzte eigentlich gern Trinkgeld?

Andreas Bangert: Durchaus, aber die Wertschätzung drückt sich auf anderen Wegen noch viel mehr aus. Wir machen in der Praxis in der Regel keine Pause – dafür haben wir später ja noch genug Zeit – und sehr oft bekommen wir sehr liebevoll angerichteten Proviant mit auf die Rückreise. Ein Zahnarzt auf einer Insel holte mich glatt persönlich von der Fähre ab, ein anderer teilte die frischen Eier, die ein Patient ihm als Dankeschön mitgebracht hatte, mit uns. Wenn ich die Praxis verlasse, möchte ich vor allem ein breites zufriedenes Lächeln sehen. Ich bin ein durchweg positiver Mensch und Hauptsache, mein Kunde ist glücklich!

Herzlichen Dank für das Gespräch.