Fallstudie von Julia Hehn

Die Sofortimplantation im Frontzahnbereich stellt für viele Behandler nach wie vor 
eine Herausforderung dar. Zwar erscheinen hohe Überlebensraten von 97 % vielversprechend, das Risiko postoperativer Komplikationen wird jedoch oft unterschätzt
[1-3]. Chen et al. konnten nachweisen, dass es bei einem Drittel aller Patienten zu einer Resorption des periimplantären Knochens und zu einer Rezessionsbildung kommt [4]. Die meist bukkal auftretenden Defekte führen zu einer stark kompromittierten Ästhetik und lassen sich nur schwer und ohne vorhersagbares Ergebnis korrigieren [5]. Der Fokus moderner Behandlungsprotokolle liegt folglich auf dem Erhalt und der Stabilisierung der periimplantären Hart- und Weichgewebe [6].