Eine Fallstudie von Eduardo Anitua, DDS, MD, PhD

Der transkrestale bzw. transalveoläre Sinuslift wurde von Summers 1994 [1] als Variante zum herkömmlichen Ansatz mittels eines seitlichen Zugangs beschrieben, um die Morbiditätsrate der Technik zu reduzieren. Nach der ursprünglichen Beschreibung basierte das Verfahren auf einem krestalen Zugang mithilfe von Osteotomen aufsteigender Größe, die mit einem Hammer vorgetrieben werden, wodurch eine Öffnung entsteht, die zur Elevation der Schneiderschen Membran und zur anschließenden Insertion des Zahnimplantats dient [1]. Die Technik der krestalen Elevation ist heute als therapeutische Option für die Behandlung des atrophen Kiefers weit verbreitet und ist bei einer Restknochenhöhe von mindestens 5 mm [2-4] indiziert, obwohl jüngste Publikationen darauf hinweisen, dass diese Technik auch bei einer Knochenhöhe unter diesen 5 mm [5] vorhersagbar sein kann.

Der Hauptnachteil dieser Technik besteht darin, eine gute Primärstabilität des Implantats zu erzielen, insbesondere bei kurzen oder ultrakurzen Implantaten und geringem Restknochenvolumen, sodass nur eine partielle Stabilität erreicht werden kann [6-7]. Ebenso verursacht die Anwendung von Osteotomen im Bereich der Implantatinsertion (in der primären Technik beschrieben) mit einem Hammer während der Operation Stress und vom Patienten als unangenehm empfundene Stöße, während sich gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit einer Perforation der Schneiderschen Membran erhöht, da sich die Sinuskortikalis in der Regel auf unterschiedlichen Höhen befindet. Daher stellt ein Bohrer mit frontaler Schneide eine bessere Alternative als herkömmliche Osteotome für den Zugang durch den Alveolarkamm dar. Damit können wir den auf unterschiedlichen Höhen befindlichen Knochen entfernen, ohne die Membran zu beschädigen, wie auf den Abbildungen (1–2) gezeigt, und anschließend das Implantat so einbringen, dass die flache Spitze des Implantats das restliche Knochenvolumen verdrängt.