Ganz neue Erkenntnisse zur Periimplantitis gibt es auf molekulargenetischer Ebene mit Untersuchung der miRNAs, die regulierend in den Transformationsprozess, also, die Umschreibung von Geninformationen in Proteine, eingreifen. In einer klinischen Studie fanden Li et al. heraus, dass die Schlüsselgene GSK3B und miR-1297 eine wichtige Rolle bei der Immunmikroumgebung und Pathogenese der Periimplantitis haben könnten. GSK3B wirkt regulierend auf ß-Catenin und RANKL und greift damit in den Osteoblasten-Osteoklasten-Stoffwechsel ein. Dieselbe Forschergruppe publizierte auch einen therapeutischen Ansatz in einer Tierstudie, bei der sie das systemisch verabreichte bioaktive Polyphenol Mangiferin auf die Signalgebung TLR2 und die nachgeschalteten proinflammatorischen Zytokine setzten. Man beobachtete über die Produktion von IL6 und eine Hemmung der TLR2-Signalwirkung einen im Vergleich zur Kontrollgruppe gehemmten Knochenabbau im periimplantären Gewebe.

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