Wissenschaftler um Dean Hosgood vom Albert Einstein College auf Medicine in New York sind den Gründen auf der Spur, wieso auch Nichtraucher an Lungenkrebs erkranken können, auch wenn sie nicht durch Passivrauchen, Strahlenbelastung oder Umweltverschmutzung geschädigt wurden. Bei der Untersuchung verschiedener Patientengruppen über sieben Jahre entdeckte man, dass Gesunde eine größere Zahl unterschiedlicher und spezifischer Bakterien der Mundchleimhaut, vor allem von Spirochaeten und Bacteriodes-Arten im Mund aufwiesen als die an Lungenkrebs erkrankten, die vor allem eine erhöhte Zahl der Firmicutes-Gruppe, darunter vor allem Milchsäurebakterien und Enterokokken, zeigten. Man vermutet, dass eine bestimmte Vermehrung von Bakterien das Lungenkrebsrisiko erhöht, während andere Bakterien eine Schutzfunktion ausüben.  Weitere Studien müssen prüfen, welche Bakterien jene krebsauslösenden Prozesse in der Lunge in Gang setzen könnten.

Foto: Shutterstock